Selbsthilfekontaktstelle Neuigkeiten

Die 14 Selbsthilfekontaktstellen in Sachsen-Anhalt wurden als Ansprechpartner so häufig genutzt wie nie zuvor. Über 9000 telefonische Anfragen erreichten die Mitarbeiterinnen, die über bestehende Selbsthilfegruppen informieren oder zu Neugründungen beraten. Im Land gibt es etwa 1300 Selbsthilfegruppen von A, wie Adipositas bis Z, wie zwanghaftes Verhalten. Für das Leben mit einer Erkrankung kann eine Selbsthilfegruppe sehr entlastend sein. Menschen schließen sich aus eigener Initiative zusammen, um sich als „Experten in eigener Sache“ selbst zu helfen. Selbsthilfegruppen stärken das Selbstbewusstsein, fördern soziale Kontakte und geben Orientierung und Halt.

„Selbsthilfekontaktstellen arbeiten diagnoseübergreifend und fungieren als zentrale Anlaufstelle für Interessierte und Betroffene“ sagt Romy Kauß, Referentin für Gesundheit und Selbsthilfe beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband.

Über 4000 persönliche Kontakte und mehr als 5800 Mails beantworteten die Beraterinnen, die die Gruppen auch nach der Gründung in rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen unterstützen. In zahlreichen Landkreisen werden zusätzlich Außensprechtage durchgeführt, um den Menschen in der Region die Zugangswege zu erleichtern. Selbsthilfekontaktstellen finanzieren sich aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung, Eigenmitteln der Träger, z.T. über die Deutsche Rentenversicherung und die Gebietskörperschaften. Das Land gibt seit 2012 kein Geld mehr in die Selbsthilfestrukturen.

Zwölf der 14 Beratungsstellen befinden sich in Trägerschaft des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes bzw. bei seinen Mitgliedsorganisationen, u.A. dem „Aufbruch“e.V.

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